Upcycling-Snowboardtasche

20180110_085450.jpgZu Weihnachten gab es das ersehnte neue Snowboard für den Sohn. Es ist so toll und so neu, dass es unbedingt eine Hülle zum Schutz benötigt. Nicht nur beim Transport, auch bei der Lagerung zwischen den Schneezeiten soll es sorgfältig und sicher aufbewahrt werden. Solche Taschen sind gar nicht so teuer. Ab ca. 30 Euro bekommt man recht stabile Teile. Doch warum Geld ausgeben, wenn man ein Hobby hat?

Ich habe also die Reste der alten Regenhosen und eines Zeltes ausgepackt, dazu sehr festen Molton und mir überlegt, wie der Schnitt aussehen soll.

Wie meistens habe ich vergessen, alles zu fotografieren und zu dokumentieren, daher gibt es hier nur mein Ergebnis und die Erkenntnisse für das nächste Mal:

 

Die Tasche besteht außen aus zusammengesetzten Stücken von Polyesterhosen und der Außenhaut eines Zeltes. 20180110_085525.jpgInnen ist sie mit weichem, dicken Molton gefüttert. Dazwischen befindet sich der Unterboden des Zeltes, also eine feste Plastikplane (die kariert abgesteppten Planen, die es auch als Abdeckplanen gibt). Der lange und wirklich tolle Reißverschluss samt leuchtenden Schnuranhängern stammt vom Zelteingang.Die 20180110_085457.jpg

Der Griff ist aus dem gleichen Material gearbeitet und nur zusammengesteppt. Das einzige, was ich für diese Tasche (irgendwann einmal) neu gekauft habe, ist das Garn. Da ich den Strom für die Nähmaschine und das Licht von Naturstrom beziehe, fühle ich mich bei diesem Projekt rundum umweltfreundlich und zufrieden.

Die Schwierigkeit lag darin, die Form des Snowboards samt Bindung gut abzubilden und den Schnitt so zu konstruieren, dass sämtliche Formen gut passen. Das ist mir einigermaßen gut gelungen. Das merkwürdige war, dass die sehr genau zugeschnittenen Teile beim Zusammennähen plötzlich nicht mehr passten. Offenbar hatte ich schon bei der ersten Rundung einen Fehler gemacht (die Teile verkehrt hingelegt oder so). Dieser Fehler zog sich durch bis zum Schluss. So ist die Tasche am Ende etwa 10 cm kürzer geworden als geplant. Das erste Mal musste ich das Brett mit ziemlich viel Geduld und Kraft in die Tasche quetschen, bis es reinpasste. Aber nun geht es und ich denke, das Board ist darin sicher aufbewahrt.20180110_085533.jpg

Mein Fazit: Traut euch an solche schwierigen Projekte. Es macht Spaß, regt das Hirn an und wenn man dafür alte Materialien verwendet, schadet es nicht mal der Umwelt.

 

 

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