Taschen machen

Langsam gehen meine Stoffbeutel zur Neige, welch ein Glück. Da darf ich endlich welche nähen. Wie ich schon hier beschrieben habe, bin ich auf den Geschmack gekommen, „Charliebags“ zu nähen. Die Anleitung dazu habe ich mir von lillesol & pelle … Weiterlesen

Alter Pulli – neuer Pulli

Mein Sohn wächst… da fallen immer wieder Pullover ab, die ihm nicht mehr passen. Die Kapuzenpullis häufen sich und werden nach und nach verarbeitet (und verschenkt). Einen schönen, weichen Baumwollpullover hatte er auch noch, den ich am liebsten selbst angezogen hätte. Doch meine Körperfülle passt da nicht rein. Also: Upcycling!

Zuerst habe ich ausprobiert, was von dem Pullover passen könnte: die Ärmel. An denen musste ich nicht viel ändern, da sie in der Weite ok waren.

Die nächste Überlegung war, wie ich den Pulli vergrößern sollte. Infrage kamen Stoffteile ansetzen, anhäkeln oder anstricken. Da ich noch eine schöne, hell leuchtende rote Wolle hatte, die richtig gut zum hellgrau des Pullovers passte, habe ich mich für anstricken entschieden.

Hier also mein Upcycling des Pullovers (es gibt nicht für alle Schritte Fotos, da ich so im Arbeitsflow war, dass ich das Fotografieren vergessen habe):

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Hier seht ihr den zerschnittenen Pullover. Ich habe einfach diagonal rübergeschnitten, ohne zu messen oder anzuprobieren. Die Bündchen sind schon etwas ausgeleiert und der Pulli ist zu kurz, also kommen sie weg.

Ich hatte mir überlegt, dass ich zum Anstricken Schlingen alle Schnittkanten nähen muss. In der Überlegung war das zwar richtig, in der Ausführung hat es dann doch nicht funktioniert. Ich habe nämlich nicht bedacht, dass ich dann ein quergestricktes Teil in der Mitte vorne und hinten haben werde. Wenn ich aber von unten nach oben stricken wollte, fand ich es zu mühsam, jede genähte Masche aufzugreifen.img_4035

Also habe ich vorne und hinten die Nähte wieder aufgetrennt und mit dem Stricken der Mittelstreifen begonnen. Schade, denn ich finde diese Ziernaht sehr schön.img_4037

Für das Rückenteil war das Stricken des Streifens sehr einfach. Ich habe eine möglichst dünne Nadelstärke gewählt, damit das Stück schön dicht wird. Dann habe ich ausgemessen, wie breit mein Rückenteil werden soll (beide Teile + seitlich Zugaben von ca. 5cm = Mittelteil)

Jetzt habe ich mir noch ein einfaches Muster ausgedacht: Perlmuster mit einem Mittelstreifen aus einem einfachen Minizopf (2 rechte Maschen umgekehrt abstricken, also erst die zweite Masche, dann die erste Stricken).

Als ich, nach etwas dehnen und zupfen, sicher war, dass der Streifen lang genug war, habe ich ihn abgekettet.

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Von Hand einnähen hat sich als unpraktisch herausgestellt, da der Pullistoff auftrennen würde. Ich habe den Streifen einfach mit der Nähmaschine eingenäht: einmal runtergesteppt und zusätzlich mit Zickzack gesichert.

Für den vorderen Streifen musste ich etwas länger herumprobieren, um die Schräge exakt hinzubekommen. Es klappte, indem ich in jeder zweiten Reihe rechts eine Masche zugenommen und links eine abgenommen habe. Auch den vorderen Streifen habe ich mit der Maschine eingenäht.

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Bei den Armlöchern konnte ich meine Naht benutzen. Ich habe direkt angehäkelt. Eine Reihe feste Maschen und schließlich mit einer weiteren Reihe die andere Naht angehäkelt. Da ich keine Idee hatte, wie ich die „Wulst“ vermeiden konnte, habe von innen, also von links gehäkelt, sodass hier dieser Häkelstreifen ist. Ich finde, er stört nicht weiter.

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Von außen sieht es so aus.

Die Seiten habe ich genauso gearbeitet, allerdings mit vier Reihen feste Maschen.

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Armbündchen anhäkeln war einfach. Aber jetzt finde ich sie nicht mehr schön. Ich habe nämlich in den ersten fünf Reihen mehrere Maschen abgenommen, um die Weite zu verringern. Das sieht bei 1 rechts/1 links doof aus. Also werde ich die Armbündchen nochmal auftrennen.

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Der Halsauschnitt sollte etwas größer werden als im Original, was schon durch das Abschneiden des Kragens gelang. Den Rand des Stoffes musste ich ja etwas einschlagen, damit er nicht ausfranst. An die Naht habe ich pro Stich eine Masche angestrickt und 1rechts/1links gestrickt. Nach etwa 2 Zentimetern habe ich eine Reihe linke Maschen gestrickt, damit eine Kante entsteht. So konnte ich den Kragen einfach nach innen klappen. Den Rest habe ich dann glatt rechts gestrickt und nicht abgekettet, sondern abgehäkelt, damit die Abschlusskante schön locker und weit bleibt.

Den Umschlag musste ich von Hand annähen. Ich finde es schön, dass man so die Stoffkante nicht mehr sieht.

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Hier stricke ich gerade noch das untere Bündchen, das möglichst lang werden soll.

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So sieht der fast fertige Pullover aus. Ich freue mich schon darauf, ihn anzuziehen!

Abendprojekt Tascherl

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Aus dem alten heißgeliebten Shirt und einem zu hell gefärbten, sehr dünnen Baumwollstoff ist eine kleine Einkaufstasche geworden.

Die Anleitung dazu habe ich mir von lillesol & pelle abgeschaut. Meine „Charliebag“ ist kleiner und hat kein Gurtband, sondern ein selbstgenähtes, mehrfach gefaltetes Band.

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